Twain zitiert
Es gibt ein schönes Zitat von Mark Twain über Journalisten:
Er hat gesagt: „Journalisten sind Leute, die ein Leben lang darüber nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben.”
Obwohl ich finde, dass Twain ein wirklich schlauer Kopf war und zugeben muss, dass mir dieses Zitat aufgrund seines Witzes immer gut gefallen hat, komme ich mehr und mehr zu der Überzeugung, dass der gute Mann hier nicht ganz richtig liegt. Ich glaube vielmehr, dass es eine Menge Journalisten gibt, die so vielseitige Interessen haben, dass sie sich immer wieder fragen, ob sie nicht ebenso gut etwas anderes hätten machen können. Und die Glücklicheren unter uns kommen irgendwann an den Punkt, dass sie sich sagen, dass Journalist eben ganz genau der Beruf ist, den sie machen möchten.
Sicher kommen einem bei so mancher Kollektiv-Seite oder Schützenfest-Berichterstattung ernsthafte Zweifel. Aber, hey, wer hat diese Zweifel an seinem Beruf nicht manchmal. Letztlich kommt es aber darauf an, dass man sich von Zeit zu Zeit daran erinnert, was für einen tollen Beruf man hat, wenn man das Gefühl hat, dass das, was man schreibt, tatsächlich gelesen wird und Menschen interessiert. Da halte ich es mit einem anderen Twain-Zitat, das mir gerade in die Finger gefallen ist. Ist zwar ganz schön dick aufgetragen aber sowas gefällt mit manchmal ganz gut:
„Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“


