Frühstücksfleisch

Ich habe mich kürzlich, als ich mir mal wieder so vor kam, als ob ich meine gesamte Mail nur für diverse SPAM-Ordner schreibe, gefragt, woher der Begriff SPAM eigentlich kommt. Und selbstverständlich wusste Wikipedia die Antwort. Hier nur ein Ausschnitt des Wikipedia-Eintrags:

“Der Begriff SPAM – als Synonym für eine unnötig häufige Verwendung und Wiederholung – entstammt dem Spam-Sketch der englischen Comedyserie Monty Pythons Flying Circus: In einem Café besteht die Speisekarte ausschließlich aus Gerichten mit SPAM teilweise mehrfach hintereinander im Namen enthalten. Im Sketch wird das Wort SPAM insgesamt knapp 100 mal erwähnt.
Ganz allgemein existiert im amerikanischen Englisch die Floskel „… ist so unnötig wie Büchsenfleisch (SPAM)“. Da amerikanische Soldaten – angeblich – ungern Fleisch der Marke SPAM gegessen haben, soll diese Redensart entstanden sein.”

Ich weiß ja nicht, ob Ihr alle schon mal ein Dosenfleisch dieser Art gegessen habt. Bei uns gab es das jedenfalls früher, als ich klein war (so kurz nach dem ersten Weltkrieg), sogar relativ häufig. Und ich gestehe: Ich fand das Zeug damals gar nicht so schlecht. Ich meine, OK, irgendwie war es schon eklig mit so glasigem Glibber und einigen Fettschlieren drin., aber irgendwie gut eklig, wenn Ihr wisst, was ich meine (das ist ein Begriff, der zu manchen Kinderlieblingsspeisen passt wie: Marschmellows und so ‘nem Zeug). Heute würde ich es mir sicher nicht mehr kaufen, nicht mal aus nostalgischen Erwägungen. Aber es ist irgendwie eine Kindheitserinnerung. Wir hatten ja nix, damals. Olli, Du weißt bescheid.

Insofern fühle ich mich zwar immer noch scheiße, wenn ich das Gefühl habe, das meine Mail bei manchen Menschen nur im SPAM-Ordner landen. Eben so richtig wie durchgedrehtes Fleisch, das niemand wirklich essen will. Aber andererseits denke ich mir: vielleicht gibt es doch noch ein paar Verrückte, die Geschmack daran finden. In diesem Sinne, guten Hunger.

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