A Night to remember

Es ist vollbracht. Gestern Abend ist unser Irish Heartbeat 2008 bei Bohne in Rahden gut über die Bühne gegangen. Ich kann Euch sagen, dass mir eine große Last von den Schultern genommen ist. Jedes Jahr ist es wieder aufregend, diesen für uns großen Auftritt (immerhin um die 200 Zuhörer im Saal) zu haben. Jedes Jahr ist es wie Weihnachten: Du weißt das ganze Jahr über, wann es kommt, du denkst darüber nach, dass du alle Geschenke rechtzeitig gekauft (sprich Vorbereitungen rechtzeitig getroffen) haben willst. Aber jedes Jahr ist es dann doch wieder plötzlich da und du fragst dich: Ja, ist denn schon wieder Weihnachten/St. Patricks Day? Immer besorgst du die Geschenke erst in letzter Minute.
In diesem Jahr waren unsere musikalischen Vorbereitungen auf den Abend zu unserem eigenen Missfallen denkbar knapp gehalten. Alle vier Foggys waren wir reihum gesundheitlich und/oder psychisch nicht auf der Höhe. Deshalb hatte ich diesmal noch mehr Bammel davor, dass irgendwas nicht hinhauen könnte. Bei mir war es der ganze Stress um den Wechsel im Job und dazu meine angeschlagene Gesundheit mit dem schon fast obligatorischen Halskratzen wenige Tage vor dem Auftritt.
Glücklicherweise hat die Klasse-Nacht mich nachhaltig Lügen gestraft. Vor allem, weil wir alle vier auf dem Punkt fit waren (zumindest so gut es eben geht), wie man im Sport sagen würde. Kleinere Patzer inklusive haben wir, nach meinem Gefühl, eines der besten Konzerte hingelegt, das wir je gespielt haben.

Der WeTo-Cor und Addi Schaefer haben den Abend natürlich erst richtig rund gemacht. Einige Entscheidungen in der Planung des Programms haben sich als absolut richtig herausgestellt. Zum einen war es eine gute Idee, Addi besser ins Geschehen einzubinden und als Moderator durch den Abend führen zu lassen. Dass dabei seine Vorträge zum großen Teil seine sehr gelungenen Übertragungen von Songtexten ins Deutsche waren, kam sehr gut an und rüber (speziell seine Nacherzählung von Finnegans Wake war brilliant – Terry aus Herford, die als Engländerin das Original bestens verstehen kann, meinte sogar, dass er die Geschichte besser erzählt habe als der Song selbst.) Die beiden zusätzlich dargebotenen Stücke Irland-Literatur waren auch wieder bestens ausgesucht. Eine köstliche kleine Geschichte über die motivierende Wirkung einer spärlich bekleidet sonnenbadenden Nachbarin auf den Fleiß eines irischen Elektrikers und ein wunderschöner irischer Segensspruch.

Auch die WeTos waren gut drauf und haben ihre Stücke mit Bravour gemeistert. Wegen der neuen Anlage, die insgesamt für einen Spitzensound sorgte (Dank an Bose und vor allem an Thomas!!!), konnte man den Chor diesmal auch besser hören als beim letzten Mal. Auch das Zusammenspiel zwischen Chor und Foggys hat recht gut geklappt, bis auf einen kleinen Aussetzer meinerseits beim Zwischenstück von Greensleeves. Sorry Jos!;)
Die Entscheidung, alle WeTo-Lieder in einem großen Block zu einem recht frühen Zeitpunkt ins Programm einzubauen, war im Nachhinein betrachtet auch goldrichtig. Sonst wäre es auf ein zu großes Hin und Her herausgelaufen. Nicht zuletzt gab unser alter Freund Murphy einen Gastauftritt, solo am Klavier mit seiner grandiosen rauchigen Stimme muss es dann auch nicht unbedingt irisch sein. Zum Schluss gab es dann aber doch noch „Danny Boy“ von ihm zu hören.

Ich habe selten so viel positive Rückmeldung nach einem unserer Konzerte zu hören bekommen. Lächelnde Gesichter, mitsingende und mitwippende Zuhörer sind ja ohnehin das schönste Lob, dass man sich wünschen kann. Es war vor allem schön zu sehen, dass der Großteil der Zuhörer auch am Ende des ungefähr vierstündigen Programms noch da war, was ja auch nichts Schlechtes bedeutet. Besonders viel Lob gab es (wie ja eigentlich immer) für Silvia und ihre wahrhaft bezaubernde Stimme. Ihre ganz allein ohne Begleitung gesungene Version von „She moved through the fair“ hat mit Sicherheit nicht nur mir Gänsehaut vom Feinsten beschert. Aber, wie gesagt, die Stimmung war einfach klasse. Die meisten, die in diesem Jahr beim Rahdener „Irish Heartbeat“ dabei waren dürften mit dem guten Gefühl gegangen sein, einen besonderen Abend erlebt zu haben – A Night to remember.

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2 Antworten zu „A Night to remember“


  1. 1 nikkisuddenly 21. März 2008 um 9:21

    Super, freut mich für Euch und die Zuschauer. Schade, dass ich nicht dabei sein konnte. Aber bei „unserem“ gemeinsamen Konzert konnte ich mich ja selbst erstmals (naja, die CD von den foggys kannte ich natürlich schon) überzeugen, dass es Spass macht, mit Euch Konzerte zu veranstalten. Und das mit den Moderieren der Songtexte, das finde ich eine sehr gute Idee und habe ich auch schon oft erwogen, wenn ich als Veranstalter tätig war. Ich hatte nur nie eine Vorstellung, wer das leisten könne, parat.

  2. 2 Olli 24. März 2008 um 13:31

    Frohe Ostern (gehabt zu haben) und alles Liebe aus Vlotho-Town. Euer Auftritt muss ja toll gewesen sein.


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